Gesellschaftliche Inklusion erfordert einen gleichberechtigten, diskriminierungsfreien Zugang zu Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt, die Anerkennung von Vielfalt und den Abbau von Barrieren. Für die berufliche Erstausbildung sind die Ausbildung im Regelsystem (Betrieb und Berufsschule) und vollwertige Abschlüsse wichtige Zielmarken. Inklusive Ausbildung bedeutet aber auch individuelle Förderung, Nachteilsausgleich und den Abbau institutioneller Separierung einzelner Zielgruppen.
Berufsbildungswerke (BBW) sind besondere Einrichtungen gemäß SGB IX, die junge Menschen mit Behinderung ausbilden. Bisher erfolgte diese Ausbildung vorrangig außerbetrieblich. Die Verwirklichung von Inklusion stellt die BBW vor neue Herausforderungen: Zum einen sind Konzepte (weiter) zu entwickeln, die eine systematische Integration betrieblicher Realerfahrung in den Ausbildungsprozess sicherstellen. Zum anderen gilt es, sich für neue Zielgruppen – auch für Personen ohne Reha-Status – zu öffnen und dabei die Segmentierung unterschiedlicher Förderkreise zu überwinden. Diese Veränderungsprozesse müssen durch gezielte Personal- und Organisationsentwicklungsmaßnahmen unterstützt werden.
Neuartige Lösungsansätze werden in bundesweit zehn BBW exemplarisch entwickelt und erprobt. Das f-bb begleitet das Projekt durch Koordination der Aktivitäten, Vernetzung aller Beteiligten, Beratung der Einrichtungen, Qualifizierung und Evaluation.
Inklusion durch Ausbildung in Betrieben - Beispiele und Erfahrungen aus der Praxis des Modellprojekts TrialNet
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