Im Projekt wurde untersucht, welche Rahmenbedingungen, Chancen und Herausforderungen Altenpflegeeinrichtungen auf dem Weg zu einem nachhaltigen Lernort begegnen und inwiefern dort das Gestaltungskonzept "Nachhaltiger Lernort Betrieb" transferiert werden kann. Dafür wurden qualitative Interviews mit Expert*innen aus dem Pflegebereich geführt und ein enger Austausch mit der Praxis sichergestellt, v.a. mit Einrichtungen ambulanter und stationärer Pflege, Pflegeschulen, Träger der Aus- und Weiterbildung und Pflegeverbände (z.B. Caritas, Diakonie). Durch die Expert*inneninterviews konnten die vielfältigen Bezüge zum Thema Nachhaltigkeit in der Altenpflegepraxis und der neuen Pflegeausbildung herausgearbeitet werden. Neben ökologischen Themen, wie z.B. Umwelt- bzw. Klimaschutz, Energie- und Mülleinsparung sowie ressourcenschonendem Arbeiten spielte die Personalbindung eine wichtige Rolle. Damit das Bildungspersonal ein Gefühl dafür entwickelt, welche Nachhaltigkeitsthemen in der Berufspraxis der Altenpflege von Bedeutung sind, wurde ein Qualifizierungskonzept für Praxisanleitende mit beispielhaften Modulen herausgearbeitet. Hierbei ging es insbesondere darum, Nachhaltigkeit greifbar und im täglichen Betrieb sowohl anwendbar als auch wirksam zu gestalten. Die Module unterteilten sich in zwei Grundlagenmodule und sechs altenpflegespezifische Module ("Ressourcenschonendes Arbeiten", "Wohnbereichsgestaltung", "Energieeinsparung", "Interprofessionelles Handeln", "Beratung" und "Reflexion"). In einer möglichen Umsetzungsphase könnten die Module komplettiert und Bildungsträgern zur Anwendung zur Verfügung gestellt werden.
Ihr Ansprechpartner

Heiko Weber
Förderung

